Warum Kunden nicht kaufen – und was das mit eurem Prozess zu tun hat
Der Fundamental Attribution Error
Ein potenzieller Kunde besucht eure Website. Er liest eure Leistungsseite. Schaut sich ein Projekt an. Und dann passiert nichts.
Die Reaktion im Unternehmen: „Der war wohl nicht kaufbereit.“ In der Sozialpsychologie heißt das Fundamental Attribution Error: Wir schreiben das Verhalten anderer ihrer Persönlichkeit zu, statt die Situation zu betrachten. Die Wahrheit ist meistens einfacher: Der Prozess war das Problem.
Das Gesetz der Aktivierungsenergie
Jede Handlung erfordert einen initialen Aufwand. Selbst wenn jemand grundsätzlich interessiert ist, kann eine zu hohe Einstiegshürde die Handlung komplett verhindern. Ein Kontaktformular mit 12 Pflichtfeldern. Eine Website, auf der nicht klar ist, was der nächste Schritt sein soll. Die Anforderung, ein Briefing zu schreiben, bevor ein Gespräch stattfindet.
Das BJ-Fogg-Modell
Verhalten entsteht nur, wenn drei Faktoren zusammenkommen: Motivation, Fähigkeit und ein Auslöser. Fehlt einer, passiert nichts. Euer Kunde hat Motivation. Aber wenn der Prozess zu komplex ist oder der Auslöser fehlt, bleibt es beim Interesse.
Was ihr ändern könnt
Reduziert die Einstiegshürde: ein Kalender-Link statt Formular-Marathon. Macht den Prozess transparent: Was passiert nach der Kontaktaufnahme? Wie läuft ein Projekt ab? Setzt einen klaren Auslöser: Jede Seite braucht einen erkennbaren nächsten Schritt. Warum eure Website trotzdem nicht verkauft, obwohl alles „richtig“ aussieht, vertiefen wir in Warum eure Website nicht verkauft.
Die meisten verlorenen Kunden waren kaufbereit. Der Weg vom Interesse zur Handlung war zu lang, zu unklar oder zu aufwändig. Das ist ein Designproblem. Und es ist lösbar.
Erkennt ihr euch wieder?
Wir finden die Hürden in eurem Prozess – und bauen den Weg vom Interesse zur Anfrage so kurz wie möglich.
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